Junker Jonas Platz

Die Entstehungsgeschichte des Schlössles wird mit dem Jahr 1584 beziffert. Es entstand, abgetrennt durch Mauern und Gärten, etwas abseits der Zollwehr, dem damaligen Eingang zur Gemeinde. 420 Jahre später und einige Veränderungen mit sich tragend findet es sich mit viel Liebe restauriert im öffentlichen Besitz wieder. Stand es damals am Eingang zur Gemeinde, so liegt es jetzt im Zentrum. Aufgewertet wird die Lage durch den Bau der Kulturbühne. Götzis trifft sich. Ausgangslage für die Platzgestaltung war das Schlössle mit seiner historischen und gesellschaftlichen Bedeutung wieder vermehrt an das Zentrum anzubinden und auf einen eigenen Platz zu stellen. Die platzumfliessende Strassen und Gehsteige werden niveaugleich mit dem Platz verbunden und bilden ein größeres Ensemble von Flächen. Der Platz soll beginnend von der Landesstrasse L190 den Junker Jonas Platz, den Schlössleweg und die Achse Am Bach einschliessen. Dadurch erscheint die Gesamtfläche grosszügig, ein städtischer Raum öffnet sich.

Der Platz ist von allen Seiten her nutzbar und ohne Hindernisse begehbar. Gehsteig, Strasse und Platz sind flächenbündig, seine Materialien sind Asphalt und heimischer Kalkstein. Die umstehenden Gebäude rahmen den Platz. In weiterer Folge soll die gesamte Achse bis zur Kulturbühne in die Gestaltung eingeschlossen werden und die Strasse Am Bach von Ringstrasse bis Junker Jonas Platz als „Dorfplatz“ erlebbar und nutzbar gemacht werden. Die Dorflinde. Das neue Umfeld ist keine leere Fläche. Zum Ver- weilen sind Bänke aufgestellt, die im Schatten von Linden und Kastanien stehen und das Schlössle aus verschiedenen Blickwin- keln erlebbar machen. Ein Trinkbrunnen und eine Wasserfläche bieten Abkühlung an heissen Tagen und beleben den Platz. Um die Fläche um das Schlössle autofrei zu halten, werden Park- plätze hinter das Gebäude verlagert, die über die Strasse Am Bach erreichbar sind. Nur im Einmündungsbereich zur L 190 sind Park- möglichkeiten längs zur Strasse vorgesehen. Alle Verkehrsflächen werden fußgängerfreundlich und attraktiv gestaltet.

Wettbewerb
1. Preis
Realisierung
2003
Projektteam
Michelangelo Zaffignani
Konrad Klostermann
Fotos
Ignacio Martinez