Wettbewerb Gebrüder Weiss Lauterach, Anerkennung

Ein 106 m langer, teils dreigeschossiger Baukörper wird entlang der B190 positioniert und bildet einen klaren östlichen Abschluss des Firmengeländes. Die lange Fassadenfront stärkt die Präsenz zum öffentlichen Raum, während der Ladehof weitgehend erhalten bleibt. Die Architektur leitet sich formal aus gestapelten Cargo-Containern ab und verweist so auf das Tätigkeitsfeld des Unternehmens.
Die Erschließung erfolgt über die bestehende Zufahrt. Besucherparkplätze und Tiefgarage liegen vor der Schrankenanlage, sodass der Ladehofbetrieb ungestört bleibt. Das Gebäude basiert auf einem 1,25 m-Raster mit flexibel teilbaren Büroeinheiten (3,75 m). Eine zentrale, atriumartige Erschließungszone mit dreigeschossigem Luftraum bringt Tageslicht ins Innere und fördert Begegnung und Aufenthaltsqualität trotz hoher Verkehrsbelastung.
Das Raumprogramm umfasst vier Ebenen: Tiefgarage und Technik (−1), operative Abteilungen mit Ladehofbezug (0), Verwaltungseinheiten (+1) sowie Geschäftsleitung, großer Besprechungsraum und Dachterrasse (+2). Eine modulare Aufstockung ist möglich. Die Metallfassade mit weiß gerahmten Modulen und anthrazitfarbenen Holz-Alu-Fenstern erzeugt Tiefe; seilgeführte Raffstores sorgen für Sonnenschutz. Innen dominieren Sperrholz, Glaswände und Linoleum in reduzierter, hochwertiger Ausführung.
Angelina Köb
Maximilian Brack
Sabine Tschofen
Rene Bechter