Studienauftrag Heizkraftwerk Wallenmahd, 1. Preis

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Für das geplante Heizkraftwerk an der L190 im Betriebsgebiet Dornbirn Wallenmahd wurde auf Grundlage einer bestehenden Anlagenplanung des Büros Schluge über einen Studienauftrag an drei Architekturbüros ein architektonisches Gesamtkonzept gesucht. Das Grundstück liegt an prominenter Lage direkt an der Landesstraße L190, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Energiezentrale der Textilwerke J. M. Fussenegger. Wesentliche Vorgabe für die Umsetzung ist die Errichtung des Gebäudes in Klimabeton.

Der Entwurf interpretiert den Industriebau als ruhigen, monolithischen Baukörper. Die Fassade wird durch die Übernahme der Sturzlinie der großen Ostöffnung in zwei umlaufende horizontale Bänder gegliedert. Das obere Band erhält eine schalungsglatte Oberfläche, während das untere Band in rauem Kratzbeton ausgeführt wird und so die Materialität des Klimabetons betont. Sämtliche Öffnungen werden – mit Ausnahme der Kranbahnöffnung und eines Lüftungsgitters – in das untere Fassadenband integriert.

Die Gestaltung verfolgt einen zurückhaltenden und präzisen architektonischen Ausdruck. Durch die klare Gliederung, die reduzierte Formensprache und die differenzierte Betontextur entsteht ein eigenständiges, zeitgemäßes Erscheinungsbild, das den funktionalen Anforderungen eines Heizkraftwerks gerecht wird und gleichzeitig einen qualitätsvollen Beitrag zum Orts- und Landschaftsbild leistet. Die Materialität des Klimabetons prägt dabei wesentlich die Identität des Bauwerks.

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