Residenzgebäude der österreichischen Botschaft in Zagreb, Wettbewerbsbeitrag

Der Entwurf versteht das Gebäude als „Möbel im Wald“ und knüpft an die gemeinsame Holzbautradition Österreichs und Kroatiens an. L-förmig folgt der Bau den Höhenlinien und ermöglicht so weitgehend barrierefreie Räume. Die Zufahrt erfolgt über ein Tor an der Nordwestecke; eine „Insel“ dient als Kreisverkehr und Blickschutz. Ein überdachter Hof verbindet Haupt- und Nebeneingang.
Das Gebäude gliedert sich in drei Einheiten – Repräsentation, Privathaus und Wirtschaftstrakt – unter einem Dach. Der Repräsentationsraum bildet als „Möbel im Möbel“ das mit Tageslicht von vier Seiten beleuchtete Herzstück; Schiebewände verbinden Salons und Speisezimmer zu einem offenen Gefüge. Eine durchgehende Terrasse verknüpft alle Einheiten und schafft vielfältige Außenräume mit Tal- und Waldblicken.
Die Gartengestaltung setzt den Mischwald zurückhaltend fort. Materialisiert wird schlicht, aber hochwertig mit heimischem Holz an Boden, Wand und Decke. Die Mischkonstruktion kombiniert erdberührten Beton/kroatischen Kalkstein mit einem Holz-Hochbau; die Fassade besteht aus thermisch behandelter Kiefer, Dach und Attika aus Kupfer.
internationale Angelegenheiten (BMeiA)
René Bechter
Karoline Kirn
Sabine Tschofen
Dietmar Sutter