Österreichisches Botschaft mit Konsulat in Bangkok, Wettbewerbsbeitrag

Der Entwurf für den Neubau der österreichischen Botschaft in Bangkok reagiert auf ein heterogenes städtebauliches Umfeld mit einem markanten, zylinderförmigen zweigeschossigen Baukörper mit transluzenter Fassade. Ein straßenbegleitender, eingeschossiger Bau bildet den Abschluss zur öffentlichen Straße und wirkt durch Perforierung mauerartig; er nimmt Stellplätze, den zentralen Wachdienst sowie Technik- und Lagerflächen auf.
Zwei Zugänge erschließen das Grundstück: die bewachte Zufahrt zur Residenz und den Bediensteten-Parkplätzen sowie die fußläufigen Zugänge zu Botschaft und Konsulat, die durch den Wachdienst getrennt sind. Das Konsulat liegt im Erdgeschoss am Innenhof, die Botschaft ringförmig um einen Luftraum im ersten Obergeschoss mit Sichtbezügen zu Baumbestand und Residenz. Ein Multifunktionsraum kann flexibel zu- oder abgeschaltet werden, etwa zur autonomen Beherbergung von Notsuchenden.
Prägend ist ein vorgehängter, perforierter Alu-Fassadenschirm als Sicht-, Blend- und Sonnenschutz, der einen arkadenartigen Umgang schafft. Innen dominieren schlichte, nachhaltige Materialien wie Terrazzoböden und Lehmputz. Kompakte Bauform, Betontragwerk mit sternförmigen Wandscheiben, Bauteilaktivierung zur Kühlung sowie eine Photovoltaikanlage am Dach sorgen für einen wirtschaftlichen, energieeffizienten Betrieb.
internationale Angelegenheiten (BMeiA)
Michelangelo Zaffignani
Karoline Kirn
Sabine Tschofen
René Bechter
Dietmar Sutter