Gasthof Vilsalpsee, Wettbewerbsbeitrag

Der neue Gasthof am Vilsalpsee reagiert mit klarer, einfacher Kubatur zurückhaltend auf die Naturkulisse und wirkt wie ein Pavillon mit hohem Wiedererkennungswert. Statt eines klassischen Satteldachs prägt ein filigranes, turmartiges, kupfergedecktes Dachelement das Gebäude – leuchtturmähnlich, auch vom See aus als Orientierungspunkt sichtbar. Die Fassade macht die inneren Funktionen nach außen ablesbar und wird durch Sichtschlitze sowie perforierte Bereiche strukturiert; das Kupfer altert naturnah und gleicht sich farblich der Umgebung an.
Ein halboffenes Foyer führt zu Gaststube und Treppenhaus. Die lichtdurchflutete Gaststube öffnet sich nach drei Seiten zum See, ergänzt durch eine halbumlaufende Terrasse mit Anbindung an den Spazierweg. Küche und Nebenräume sind über einen separaten Personal- und Anlieferzugang erschlossen. Die Sanitärräume liegen im Untergeschoss, in den Obergeschossen befinden sich Personalräume sowie die Pächterwohnung mit Büro, jede Einheit mit eigenem Freibereich.
Konstruktiv dominiert Holz-Leichtbauweise mit sichtbaren Holzelementen für einen robusten Charakter, ergänzt durch Sichtbeton im Untergeschoss und Massivholzböden. Vorfabrizierte Elemente ermöglichen eine wirtschaftliche, zeitsparende Realisierung. Das Energiekonzept basiert auf Erdwärme, Bauteilaktivierung und natürlicher Lüftung über Drehflügel in der Fassade.
Geladener Realisierungswettbewerb im Unterschwellenbereich
Dietmar Sutter
Michelangelo Zaffignani