Wettbewerb First Advisory Group Vaduz

Die First Advisory Group – eine Unternehmensgruppe aus den Bereichen Treuhand, Vermögensverwaltung und -beratung – war über Jahre auf vier Standorte in Vaduz verteilt. Mit dem neuen Headquarter sollten die einzelnen Gesellschaften erstmals unter einem Dach zusammengeführt, die Firmenkultur gestärkt und die internen Abläufe spürbar optimiert werden.
Auf den Grundstücken westlich der Wuhrstrasse entsteht dafür ein Ensemble aus drei Baukörpern, das in mehreren Etappen realisiert wird. Es versteht sich als Leitprojekt der Arealentwicklung und als Landmark, die dem Standort Vaduz eine neue, eigenständige Identität verleiht. Leitend war das Credo «Architecture follows culture»: Werte wie Diskretion, Kompetenz, Qualität und Modernität sollten sich unmittelbar in Städtebau, Fassade und Innenraum widerspiegeln.
Grundlage bildete ein geladenes, anonymes Gutachterverfahren mit renommierten Architekturbüros aus Liechtenstein, der Schweiz, Österreich und Deutschland unter dem Juryvorsitz von Carlo Baumschlager.
Drei geschwungene Baukörper bilden ein unverwechselbares Ensemble, das sich selbstbewusst in die Rheinlandschaft einfügt. Ihre annähernd dreieckige, gerundete Form schafft großzügige Zwischenräume und eine optische Durchlässigkeit zum Rheindamm. Zur Wuhrstraße entsteht ein einladender Vorplatz, zu dem jedes Gebäude direkten Bezug hält; rückseitig öffnen sich naturnahe Freiflächen am Irkalesbach – ein ruhiger Rückzugsort mit Raum für Kunst.
Im Inneren gliedert eine klare, rechtwinklige Struktur die freie Außenform und erlaubt flexible Bürowelten rund um innenliegende Erschließungskerne. Ein lichter, repräsentativer Verbindungsbau empfängt als Eingangshalle die Besucher.
Prägend ist die zweischalige Fassade: raumhohe Verglasungen, umfangen von Bändern aus durchscheinendem Bronzegewebe. Auf Augenhöhe bleibt je Geschoss ein Glasstreifen frei – ein feines Wechselspiel aus Transluzenz und Transparenz. Von außen verleiht der warme rot-braune Ton dem Ensemble einen hochwertigen, edlen Auftritt.
Truog Architects, Bendern